Dr. Reinold Hagen Stiftung

Stand: 29.04.2017
URL: http://www.hagen-stiftung.de/index.php?id=714

F&E-Kunststofftechnik
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Technikum

Erweiterungen im Technikum der Hagen Stiftung

5-Achsen-Fräszentrum und Extruder-Raupenabzug

In den letzten Monaten sind im Technikum der Hagen Stiftung zwei Erweiterungen in Betrieb genommen worden, ein 5-Achsen-Fräszentrum der Firma DMU und ein neuer Raupenabzug für die vorhandenen Extrusionslinien. Mit der ebenfalls neu installierten CAD-CAM-Software der Firma CIMATRON können automatisch CNC-Programme aus einer CATIA- oder ProE-CAD-Datenbasis ohne Geometrieverlust erstellt werden. Diese Investitionen bauen deutlich die  Möglichkeiten im Prototypenbau und in der Verarbeitungstechnik aus.

So schließt das neue Fräsbearbeitungszentrum die Entwicklungskette von Kunststoffteilen in der Hagen Stiftung. Sie reicht  heute von CAD-Konstruktion und FEM-Auslegung bis hin zur Bemusterung von Werkzeugen und ersten Funktionsmustertests. Vorteil der jetzt geschlossenen Entwicklungskette liegt in der termingerechten Planung sowie der Verkürzung des gesamten Entwicklungsprozesses. Einzelne Arbeitsschritte können effektiv aufeinander abgestimmt und teilweise parallelisiert werden. Zeiten bzw. Verzögerungen, die früher durch die Vergabe der Werkzeugfertigung an Externe einzuplanen waren, können jetzt eingespart oder stehen für ergänzende Arbeitsschritte, wie z.B. eine Optimierung des Artikels, zur Verfügung.

Ein erstes Projekt konnte gerade abgeschlossen werden. So wurde im Auftrag eines Materialherstellers in Anlehnung an ein Ladeluftrohr im Motorraum ein Versuchswerkzeug für einen Druck-Schwell-Test entwickelt und gefertigt. Mit dem Werkzeug konnte anschließend auf einer Technikumsblasformanlage eines neues Hochtemperaturmaterial hinsichtlich seiner Eignung für das Extrusionsblasformen untersucht und optimiert werden.

Die Hagen Stiftung sieht für das neue Fräsbearbeitungszentrum den Schwerpunkt in der Fertigung von Prototypen- und Vorserienwerkzeugen für die kunststoffverarbeitende Industrie. Die Anlage steht aber auch metallverarbeitenden Unternehmen mit Kapazitätsengpässen oder besonderen Fertigungsaufgaben zur Verfügung.

Raupenabzug

Im Kunststoffverarbeitungsbereich ist im Rahmen einer studentischen Praxissemesterarbeit ein neuer Raupenabzug für die Extrusionslinien der Firmen Reifenhäuser und Arenz konstruiert und aufgebaut worden. Die erfolgreiche Inbetriebnahme erfolgte jetzt nach den Sommerferien Die Extrusionslinien werden derzeit auch in der Bemusterung neuer Materialien eingesetzt. Zukünftig sollen auch Probekörper hergestellt werden, die zur Bestimmung von Materialdaten z.B. für die FEM-Simulationen von Kunststoffbauteilen benötigt werden.

 

 

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