Dr. Reinold Hagen Stiftung

Stand: 29.04.2017
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05.04.2017

Hochmoderne Technikhalle für Biokunststoffe am IfBB eingeweiht

Dr. Reinold Hagen Stiftung stiftet Blasformmaschine

„Mit der Technikhalle am Campus Ahlem stärken wir die anwendungsorientierte Forschung an der Hochschule Hannover – und das auf einem Gebiet, das einen Megatrend darstellt.“ Mit diesen Worten begrüßte der Präsident der Hochschule Hannover (HsH) Josef von Helden anlässlich der Einweihungsveranstaltung die Besucherinnen und Besucher in der neuen Halle. Hier wird vor allem die Forschung im Bereich Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe weiter ausgebaut. „Sie ist aber auch ein gutes Beispiel dafür, wie Projekte in Zusammenarbeit zum Erfolg geführt werden können.“ Damit wandte er sich vor rund 150 geladenen Gästen aus Politik, Industrie und Wissenschaft an die niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur Gabriele Heinen-Kljajić, die in ihrem Grußwort bestätigte: „Forschung im Bereich der nachwachsenden Rohstoffe gewinnt insbesondere im Rahmen des Klimaschutzes zunehmend an Bedeutung. Mit der neuen Technikumshalle stärkt die Hochschule Hannover diese nachhaltige Forschung. Dabei ist der Neubau auch ein wichtiger Baustein auf dem zukünftigen Weg der Zusammenarbeit der Hochschule mit ihren Partnern.“

Der Bau der Technikhalle begann im Dezember 2015. Die Innenausstattung mit Maschinen erfolgte kooperativ zwischen HsH und Fraunhofer. Die Dr. Reinold Hagen Stiftung beteiligte sich an der Maschinenausstattung, indem sie eine von ihr entwickelte und hergestellte Blasformmaschine, die sich besonders gut für Versuche mit Biopolymeren eignet, stiftete. Die Übergabe der Maschine durch den F&E-Leiter der Hagen Stiftung, Dr.-Ing. Olaf Bruch, fand im Rahmen der Halleneinweihung statt. Prof. Dr. Hans-Josef Endres dankte der Hagen Stiftung für ihre Unterstützung und betonte die jahrelange enge Zusammenarbeit der Hochschule Hannover mit der Dr. Reinold Hagen Stiftung, die auch zukünftig fortgeführt werden soll.

Mit der technischen Infrastruktur kann nun die gesamte Wertschöpfungskette vom Rohstoff über den maßgeschneiderten Werkstoff bis hin zum fertigen Bauteil durchlaufen und optimiert werden. „Ich freue mich sehr über die neuen Möglichkeiten, an der Hochschule Hannover die Forschungsarbeiten technisch auf einem noch höheren Niveau weiter voranzutreiben. Im Hinblick auf eine zukunftsweisende Mobilität möchten wir ressourceneffiziente Bauteile aus hybriden Leichtbauwerkstoffen entwickeln, indem wir hoch belastbare aber ökologisch problematischen Carbonfasern nur an den hoch beanspruchten Stellen im Bauteil positionieren und sie in allen anderen Bereichen durch ökologisch vorteilhafte Naturfasern ersetzen“, so Hans-Josef Endres.

Prof. Dr.-Ing. Bohumil Kasal, Leiter des Fraunhofer WKI, führte ergänzend aus: „Mit dem Anwendungszentrum HOFZET stärken wir diese Grundlagenforschung der Hochschule Hannover durch anwendungsorientierte Forschung und Umsetzung in die industrielle Praxis. Die nachhaltige Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen ist seit Jahrzehnten die Kernkompetenz des Fraunhofer WKI in Braunschweig. Wir kombinieren die positiven Eigenschaften unterschiedlicher Materialien, um hoch funktionale, wirtschaftliche und nachhaltige neue Produkte zu schaffen, die gleichzeitig einen geringen ökologischen Fußabdruck aufweisen“.

Abschließend hob HsH-Präsident Josef von Helden die Bedeutung der Fachhochschulen als wesentliche Garanten für die Innovationskraft in Deutschland hervor. In zukunftsrelevanten Feldern hätten Fachhochschulen eine besondere Verantwortung. So absolvierten beispielsweise in den Ingenieurwissenschaften etwa zwei Drittel aller Absolventinnen und Absolventen ihr Studium an einer Fachhochschule, in der Betriebswirtschaftslehre sind es 50 Prozent und in den Pflegewissenschaften ungefähr 80 Prozent. Besonders der Transfer von wissenschaftlichen Erkenntnissen in konkrete Anwendungen sei ein wichtiger Beitrag zur Stärkung von Gesellschaft und Wirtschaft in Deutschland. Zugleich bereicherten die anwendungsorientierten Forschungs- und Transferaktivitäten die Lehre durch hohe Qualität und Aktualität und vice versa und steigerten damit die Berufsbefähigung der Absolventinnen und Absolventen.


 

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